Petra A.

Druck runter durch Entspannung

„Die unglaubliche Entspannung ist nur EIN Effekt von Yoga. Quasi auf Knopfdruck abschalten zu können – das ist für Bluthochdruckpatienten ein ganz wertvolles Instrument“.

Ich war damals Ende dreißig und mein Blutdruck war mir bislang ziemlich egal. Aber in der Elektroabteilung eines Warenhauses waren gerade Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk im Angebot und aus purer Neugier habe ich mir eins umgeschnallt. Start, aufpumpen, warten und Ergebnis ablesen. WAS? WIE BITTE? 160/110 mm Hg? Klarer Fall, Gerät kaputt. Das sagte auch der inzwischen aufgetauchte Verkäufer und gab mir ein anderes. Neue Messung, die Aufregung über das Messergebnis tat das Ihre dazu: 170/120 mm Hg.

Wobei ich sagen muss, leicht erhöht war mein Blutdruck schon länger. Das fiel mir wieder ein, als ich die Werte realisiert hatte. Aber mit einer Konfektionsgröße 36 und noch nicht einmal vierzig schieben die Ärzte so was gern auf das „Weißkittelsyndrom“. „Ist ja klar, beim Arzt ist man immer ein bisschen aufgeregt …“ Nee, ich nicht. Aber egal. Jedenfalls war mein Blutdruck bis dahin kein großes Thema. Das änderte sich mit diesem Erlebnis schlagartig. Noch am selben Abend kam ein befreundeter Arzt vorbei und maß meinen Blutdruck. Der war inzwischen bei 220/160 mm Hg ... Seitdem nehme ich Blutdruckmedikamente und meine Werte sind nun seit vielen Jahren perfekt eingestellt.

Dennoch fragt man sich ja als Patient, was kann ich noch tun? Eine Bekannte schwärmte mir über die Wohltaten von Yoga vor und da wurde ich sehr neugierig. Ich vereinbarte eine Probestunde – und war infiziert. Es war der Beginn einer Lebensveränderung. Die unglaubliche Entspannung ist dabei nur EIN Effekt, den Yoga hervorbringt. Quasi auf Knopfdruck abschalten zu können – das ist für Bluthochdruckpatienten ein ganz wertvolles Instrument. Ein besseres Körpergefühl, Beweglichkeit und ein gesunder Rücken kommen obendrauf. Ich würde allerdings aus meiner Erfahrung und aus Gesprächen mit Fachleuten unbedingt dazu raten, Yoga unter Anleitung zu erlernen.

Petra A.

Bekannt ist, dass Stress den Blutdruck in die Höhe treibt. Umgekehrt können Entspannungstechniken die medikamentöse Blutdrucksenkung unterstützen. Der Effekt ist allerdings schwer zu messen und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es gibt viele Verfahren zur Stressbewältigung und Entspannung – von A wie autogenes Training bis Y wie Yoga. Auch kleine Auszeiten im Alltag und Internetfasten können helfen, „runterzukommen“.

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